Klinische Sozialarbeit –
Zeitschrift für psychosoziale Praxis und Forschung
Klinische Sozialarbeit bedarf eines kontinuierlichen Austauschs zwischen Theorie und Praxis, mithin einer praxeologischen Wissenschaft (Crefeld, 2002; Ortmann & Schaub, 2004). Damit ist eine Handlungswissenschaft gemeint, in der vorhandene sozialarbeiterische Theorien und Modelle, Theorien der Bezugswissenschaften und die Reflexion und Evaluation der Praxis in einem diskursiven Prozess der anwendungsbezogenen Theorieentwicklung integriert werden. Klinisch-sozialarbeiterisches Handeln kann sodann theoretisch begründet und praktisch weiterentwickelt werden, theoretische Reflexionen können zu einer Erweiterung der Handlungsoptionen führen: »Denken heißt überschreiten« (Bloch, 1985, S. 2).
Die Zeitschrift KLINISCHE SOZIALARBEIT soll einen Beitrag zum Überschreiten leisten, durch Beiträge zu einer reflexiven Praxis (Schön, 1987), die sich der Notwendigkeit einer theoretischen Unterlegung bewusst ist. Der aus ökonomischen Gründen zunächst begrenzte Rahmen erfordert eine Fokussierung auf jene der Redaktion und dem Wissenschaftlichen Beirat aktuell wichtig erscheinenden Themen; die Resonanz auf die Zeitschrift wird auch über ihre Weiterungsmöglichkeiten mitentscheiden.
Literatur
Bloch, E. (1985). Das Prinzip Hoffnung. Frankfurt: Suhrkamp.
Crefeld, W. (2002). Klinische Sozialarbeit – nur des Kaisers neue Kleider? In M. Dörr (Hrsg.), Klinische Sozialarbeit – eine notwendige Kontroverse (S. 23-28). Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren.
Ortmann, K.-H. & Schaub, H.-A. (2004). Die Bedeutung des Zusammenwirkens von Praxis, Theorie und Forschung für eine praxeologisch begründete Sozialarbeit. Neue Praxis, 598-607.
Schön, D. A. (1987). Educating the Reflective Practitioner. San Francisco, CA: Wiley & Sons.